Besichtigungen

Sacro Monte di Ghiffa
Sacro Monte di Ghiffa

Das Piemonte steht für Geschichte und Gedächtnis, Kunst und Kultur, Legenden und Traditionen. Ein faszinierendes Kulturerbe von unschätzbarem Wert, das sich seinen Weg durch Städte und Dörfer hindurch, an Abteien, Schlössern und Burgen entlang bahnt, und dabei jahrhundertealte Eindrücke, märchenhafte Abrisse und Landschaften von eindringlicher Kraft umschließt.

 


 ROUTEN

Basilica di S.Gaudenzio
Basilica di S. Gaudenzio

Das beeindruckende, architektonische Erbe reicht von römischen Zeugnissen und romanischen Meisterwerken, über Jugendstilvillen bis hin zu zeitgenössischer Kunst, die in avantgardistischen Bauten, Palästen und Basiliken ihren Ausdruck findet. Romanik und Barock des Piemonte stehen in wunderbarer Harmonie und zeugen von Nüchternheit und Pracht zugleich: so das Symbol der Region selbst, die Sacra di San Michele, oder die namhaften Residenze Reali, die als exklusive Erholungsorte der subalpinen Aristokratie (wie auch die Sacri Monti) von der Unesco ins Weltkulturerbe aufgenommen wurden und unter denen die Reggia di Venaria hervorragt. Mit ihrem Reichtum und Prunk ist sie beispielgebend für die architektonische Pracht der Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts vor den Stadttoren Torinos. Die Hauptstadt der Region verdankt ihre einzigartige und in der ganzen Welt bekannte Skyline der Mole Antonelliana. Unter den anderen Städten des Piemont tut sich Novara mit Antonellis Basilica di S.Gaudenzio sowie ihren wunderschönen historischen Plätzen hervor, Vercelli besticht mit der Basilica di S.Andrea.

 

Museo del Cinema
Museo del Cinema - Torino

Torinos Museen, vom Museo Nazionale del Cinema mit Sitz in der Mole Antonelliana bis hin zum Museo Egizio, gelten als wahre Institutionen von internationalem Ruf. Piazza Castello lädt ein zu einem Besuch des Palazzo Reale, um seine kostbaren Innenräume zu besichtigen, die zeigen, wie sich der Geschmack des Hauses Savoia im Lauf der Zeit weiterentwickelt hat. Besichtigt werden kann hier auch die Armeria Reale, eine der größten Waffensammlungen der Welt, die sowohl mittelalterlichen als auch napoleonischen Stücken bis hin zu den Rüstungen der savoyischen Herrscher Raum bietet. In der Hauptstadt präsentieren das Museo Regionale di Scienze Naturali und die GAM – Galleria d’Arte Moderna abgesehen von den Dauerausstellungen im Laufe des Jahres auch Wechselausstellungen.
Doch auch dem Rest der Region Piemonte fehlt es nicht an einem kostbaren und ausgewählten musealen Angebot, das mit dem Museo del Tesoro del Duomo nicht nur antike Kunst umfasst, sondern mit einigen neuen Institutionen wie dem Filatoio Rosso in Craglio auch Modernes und Zeitgenössisches bietet. Berücksichtigt wird hier nicht nur Malerei und Bildhauerei, sondern auch die traditionelle Tracht der Bergtäler, wie die den Waldensern und Walsern gewidmeten Museen zeigen. Darüber hinaus finden sich Öko-Museen (Biellese) sowie originelle Ausstellungen, die unter anderem gezielt über die Asse des Radsports, also die "Campionissimi", aber auch über das Thema rund um den cappello (Hut) oder den harten Job des spazzacamino (Rauchfangkehrers) informieren.

 

DIE BERGE

Die Berge des Piemonte bildeten Jahrhunderte lang die Grenzen eines kleinen Reichs und boten Europas Pilgern mit der Via Francigenea zudem den naturgegebenen Weg in Richtung Rom. Aus diesen Gründen sind sie heute voll von beeindruckenden Festungen und mittelalterlichen Abteien.  
Als unverzichtbare Etappen auf einer Reise entlang der spektakulären Kriegsdenkmäler der piemontesischen Berge gelten Fenestrelle, die größte Befestigungsanlage der Alpen, die Forte di Vinadio im Valle Stura, Bramafam in der Nähe von Bardonecchia und die Festung Exilles in Valsusa, mit seinem beeindruckenden Museum, in dem die Militärgarnison erneut zum Leben erwacht. Eine völlig andere Atmosphäre herrscht in den Abteien, die sich an den Anhöhen erheben: von den Zisterzienserabtei von Staffarda in der Region Cuneo bis hin zu jener di Novalesa direkt am Fuße des Moncenisio.
Historische Zeugnisse, vor allem aber einzigartige Landschaften mit atemberaubendem Panorama, wie man sie in den Nationalparks Gran Paradiso und Val Grande bewundern kann.

Isole Borromee
  Isole Borromee - Lago Maggiore

Der Lago Maggiore, der Lago d’Orta, der Lago di Mergozzo und die Seen von Avigliana bilden einen Mikrokosmos der Emotionen und bieten all jenen, die auf der Suche nach außergewöhnlichen und faszinierenden Ausflugsorten sind, eine besonders verlockende Gelegenheit. Wer  Naturerlebnis und Erholung mit Kunst- und Kultureindrücken verbinden möchte, dem fehlt es hier nicht an Möglichkeiten dazu: ob die wunderschöne Isola Bella, mit ihrem monumentalen Palazzo barocco und ihrem unschätzbaren Reichtum an Kunstwerken, die Isola Madre mit ihrem Palazzo cinquecentesco oder aber der Sacro Monte (Heilige Berg) der SS. Trinità a Ghiffa, Weltkulturerbe der UNESCO. Zwischen Hügeln und Bergen gelegen, beheimatet dieses Gebiet einige architektonische Juwelen, wie die Schlösser von Cannero Rivieraund die borromäischen Schlösser von  Arona oder Vogogna. Spiegelnde Wasserflächen umgeben von herrlichen, historischen Wohnsitzen, an den Ufern bunt gefärbt von den Gärten des Giardino Botanico Alpinia. Umgeben auch von den originellen Völkerkundemuseen, wie dem Museo dell’Ombrello (Schirm-Museum) in Gignese oder dem der Kunst des Cappello (Hutes) gewidmetem Museum in Ghiffa.

Manta di Saluzzo
Castello - Manta di Saluzzo

Wein, Trüffel, feine Küche und vieles mehr. Mit ihren beeindruckenden Landschaften zeugen die  Hügel des Piemonte schon auf den ersten Blick von großer Geschichte und regionaler Identität. Als Zeichen dafür stehen allen voran die Dörfer Asti, Alba, Bra und Canelli. Auf sanften Anhöhnen gelegen sind die ordentlich gereihten Rebzeilen und Haselnussbäume eine wahre Liebeserklärung and das bäuerliche Leben.  Reich an Kultur und künstlerischer Schönheit zeigen sich die Abteien, wie Vezzolano, und die Schlösser von Mango, Guarene und Manta. Letzteres sollte man vor allem auf Grund des Freskenzyklus aus dem 16. Jahrhundert nicht verpassen. In der Provinz von Alessandria hingegen erinnert das Forte di Gavi an die Herrschaft der Republik von Genua über das Monferrato. Kulinarische Traditionen von höchster Qualität, aber auch ihre Rolle als  Kurort rund um die Thermalquellen von Acqui, haben diese Region für einige der größten italienischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wie wenige andere zu einer Muse der Inspiration werden lassen. Bis heute bewahrt sie die Quintessenz des Piemonte, ein Zusammenspiel von Natur und Geschmack, Geschichte und Kunst, Kultur und Volkstraditionen. 

Zuletzt aktualisiert am 05/04/2016

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