Das achtzehnte Jahrhundert

interni Palazzo Madama
Palazzo Madama - Torino

Im 18. Jahrhundert führt Viktor Amedeo eine tiefgreifende Umstrukturierung der Verwaltung durch, den "Steuerausgleich": ein langer Prozess der Kontrolle der kirchlichen und adligen Abgabenfreiheit, der Eigentumstitel und der Qualität des Bodens. Die Gründung einer effizienten bürokratischen Apparates und eines leistungsfähigen Heeres und die Entwicklung eines Bildungswesens lockt. immer mehr Menschen vom Land in die Städte, insbesondere nach Turin dank der Ausdehnung des savoyischen Hofes. Unter Karl Emanuel III. Wird das Herrscherhaus Savoyens nach einer blutigen Phase der dynastischen Neustrukturierung des Heiligen Römischen Reiches zum Protagonisten einer neuen expansionistischen Phase, bei der die Grenzen bis zum Lago Maggiore und zum Tessin verlegt werden. Besondere Beachtung verdient die Schlacht von Assietta (17. Juli 1747), bei der es den piemontesischen Truppen dank ihres mutigen Widerstandes gelingt, das französische Heer zu besiegen.
In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts kommt es immer häufiger zu Wirtschaftskrisen: In den Städten und der Hauptstadt sind es die vorwiegend religiösen Fürsorgeeinrichtungen, die der immer ärmer werdenden Bevölkerung unter die Arme greift. Dass die Erneuerungswelle der Aufklärung auch in das absolutistische Gebäude der Savoyer eindringt, dazu muss man allerdings erst die Ankunft der französischen Armeen unter dem Kommando von Napoleon im Jahr 1796 abwarten.

Zuletzt aktualisiert am 23/12/2009

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