Die Römerzeit

Der römischen Ausdehnung in den Westalpen gehen Abkommen mit den auf dem Territorium ansässigen Stämmen voraus. Die ersten römischen Siedlungen beginnen zwischen 173 und 125 v.Chr in der Gegend zwischen Po, Tanaro und Stura (Pollentia/Pollenzo). Einige Jahre später wird Dertona (das heutige Tortona in der Provinz Alessandria) gegründet, um die Durchfahrt auf der Via Aemilia Scauri und die damit verbundene Verbesserung der landwirtschaftlichen Strukturen sicherzustellen. Um 100 v.Chr bauen die Römer die Kolonie Eporedia (das heutige Ivrea in der Provinz Turin), um das Territorium vor den Angriffen der keltischen Stämme, die aus dem Aostatal herunterkamen, zu schützen. Das 1. Jahrhundert v.Chr. ist geprägt von einer intensiven Romanisierung. Die Eroberungsziele jenseits der Alpen zwingen die Römer dazu, ihre Kontrolle über das ganze Gebiet auszudehen. Im Jahre 89 v.Chr wird den östlich des Po liegenden Gebieten die römische Staatsbürgerschaft angeboten, wovon die Gegend um Alba und Aqui Terme profitieren. Weiterere Impulse kommen vom augusteischen Plan der Eroberung und Organisation des geamten Alpengebietes: neue Kolonien werden gegründet (Augusta Taurinorum/Torino, Augusta Praetoria/Aosta, Vercellae/Vercelli und Novaria/Novara), Handelswege und Verwaltungseinrichtungen werden modernisiert. Es entstehen auch die ersten Monumente in Stein, von denen heute noch Reste zu besichtigen sind: Gebäude, Bögen, Tore, Aquädukte, Straßen. Von besonderer Bedeutung sind der Auquädukt in Aque Termi, die Funde von Libarna (bei Serravalle Scrivia), die Industriebronzen (in Monteau da Po), das Amphietheater von Ivrea und der augustinische Bogen in Susa. Die politische Situation bleibt bis ins 3.- 4.-Jahrhundert n.Chr stabil, um dann eine radikale Wende mit dem Einmarsch der Germanen und dem Fall des Weströmischen Reiches im Jahrhundert darauf zu erfahren.
Zuletzt aktualisiert am 16/12/2009






