Geschmacks- und Duftnoten am See

Avigliana, Orta San Giulio, Stresa, Verbania, Viverone

Stresa (Vb)

Lago Maggiore
Lago Maggiore

Ein Kranz von Bergen umgibt den Lago Maggiore. Überragt wird die Szene vom Alpenkreis und vom Massiv des Monte Rosa. Wenn man sich vom Seeufer entfernt, ist es der Mühe wert, die zahlreichen Ortschaften in den Hügeln und in den Bergen zu besuchen, die nicht nur ein atemberaubendes Panorama bieten, sondern auch einen wertvollen Schatz an Folklore und antiken Traditionen bewahren.

Faszinierende Strecken und Ausflüge ermöglichen die Entdeckung der Täler, die auf den Lago Maggiore hinaus blicken: Val Formazza mit dem Wasserfall des Flusses Toce, Val Vigezzo, das sogenannte „Tal der Maler“, Valle Anzasca, das im Walser- Dorf Macugnaga gipfelt und Valle Antrona, das von faszinierenden kleinen Alpenseen übersät ist. Zwischen diesen Schatzkästchen der Natur im Gebiet des Oberen Lago Maggiore befindet sich der NationalparkVal Grande , eines der ausgedehntesten Wildgebiete Mitteleuropas. Wenn man an dem durch die im gleichnamigen Golf vor Stresa liegenden Borromeischen Inseln bekannten See entlang fährt, stößt man auf zahlreiche weitere Interessenpunkte: die prunkvollen Villen und die herrlichen Gärten aus dem 19. und 20. Jahrhundert am piemontesischen Ufer des Sees. Einen Besuch wert sind Stresa und Verbania, wo man die Gärten Borromeo, Villa Taranto und Villa San Remigio bewundern kann.

Der nahe gelegene Ortasee steigert die Faszination dieses Fremdenverkehrsgebiets noch weiter. Der See hospitiert die bezaubernde Insel San Giulio. Von Omegna aus, dem Bezugspunkt für das gesamte Gebiet des Lago Maggiore, kann man in das Tal Val Strona hinauffahren, das für die Herstellung von Holzgegenständen wie Collodis Pinocchio bekannt ist, aber auch für die Produktion von Messing- Blasinstrumenten.
Ein letzter Blick gilt abschließend dem Hügelland von Novara, das den Feinschmecker mit weingastronomischen Routen erwartet. Und nicht zu vergessen das eigentliche Wahrzeichen des Lago Maggiore: den Barsch. In den zahlreichen Restaurants des Gebiets um den See wird er als köstliches Filet oder in unvergesslichen Risotto- Rezepten serviert. Fischliebhaber können sich hier auch Lauben, Forellen, Saiblinge, Schleien, Karpfen, Hechte und Blaufelchen zu Gemüte führen: paniert, frittiert, in Essig eingelegt oder mariniert nach alten und neuen Rezepten.
In einem anderen Gebiet von Piemonte zwischen Biella, Vercelli und Ivrea im Moränengebiet Serra befindet sich der See Viverone, an dessen Südufer die Wälder und Schilfe von Enten, Stockenten, Wasserhühnern, Tauchern und Möwen bevölkert sind, während das Nordufer mit Hotels, Campingplätzen, Restaurants, Stränden und Kellereien übersät sind, wo der berühmte Weißwein Erbaluce hergestellt wird.
Zu den Seen, mit denen das Regionalgebiet übersät ist, gehört auch der Lago di Avigliana im gleichnamigen Naturpark am Ausgang des Tals Valle di Susa, am Fuß des Monte Pirchiarano, wo sich in einer charakteristischen Zone des Moränengürtels von Rivoli- Avigliana in wenigen Kilometern Entfernung von Torino auf dem sich die Abtei Sacra di San Michele erhebt.

Datum letzte Aktualisierung: 27/06/2011

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