Freiluftmuseen
Ivrea, Maglione, Oulx, Piscina, Torino
Ivrea (To)

Maurizio Corgnati, Ehemann von Milva sowie gebildeter und erleuchteter Regisseur gehört zu denjenigen, die als Erste die Bedeutung der Gebietsförderung begriffen haben. So hat er in wenigen Jahren, dank seiner genialen Inspiration als großer Regisseur den Ort Maglione im Gebiet Canavese in eines der bedeutendsten Freiluftmuseen Italiens verwandelt: M.A.C.A.M.. Die Fassaden der Häuser, die Grünflächen, die öffentlichen Gebäude wurden ab 1986 zur Leinwand, auf der die Künstler Jahr um Jahr ihre Werke darstellen.
Zu den ersten dieser Werke zählen “I Santi Grato e Maurizio” (die Heiligen Grato und Maurizio) von Mauro Chessa, die “Muro ad acqua” (Wasserwand) von Roberto Caracciolo, die Arbeit von Bert van Zelm, die monochromen Darstellungen von Piero Ruggeri, die dünnen Metallplatten des Bildhauers Klaus Munch, das “Monumento al contadino” (Bauern- Denkmal), das Piero Gilardi mit Unterstützung der alten Bauern von Maglione realisierte. Gerade Gilardi erinnerte sich dieser Erfahrung, als er viele Jahre später in Torino den PAV ins Leben rief, den Park der Lebenden Kunst, und daraus ein Areal der pflanzlichen Regenerierung der Stadt machte. Der PAV ist nicht nur ein interaktives Museum, sondern auch ein Treffpunkt mit besonderem Augenmerk auf den Dialog zwischen Kunst, Wissenschaft und Natur, sowie auf das subtile Verhältnis, das die zeitgenössische Kunst mit der Biotechnologie und der Ökologie verbindet.
Ein Gelände für Experimente und ein Workshop für neue Überlegungen ist das Maam (Freiluft- Museum für moderne Architektur) in Ivrea, das vom Engagement der Firma Olivetti im Bereich der Architektur, der Urbanistik, des Industrie- Designs und der Werbegrafik zeugt. Unter einem anderen Zeichen steht das Museo all’Aria Aperta (Freiluft-Museum) in Oulx, eine Open-Air Dauerausstellung, die sich durch die Straßen und an den Wänden der Häuser von Oulx entlang zieht, zu Füßen der Berge des Tals Val di Susa. In der kleinen Gemeinde Piscina, in der Provinz von Torino, bietet “Piscina Arte Aperta” (Piscina Offene Kunst) dem Besucher eine Route durch etwa siebzig Werke, die für die Szenerie und die wichtigsten künstlerischen Trends in Piemonte am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts stehen. Eine Route, bei der sich Maler und Bildhauer der unterschiedlichsten Form- und Ausdruckstrends aufeinanderfolgen, bestätigt, falls dies notwendig sein sollte, die Berufung von Piemonte zur zeitgenössischen Kunst.
Datum letzte Aktualisierung: 12/01/2010






