Zeitvertreib

Fondazione Sandretto di Torino
Fondazione Sandretto - Torino

Kunstausstellungen, Film-,Theater-, Musik-, Tanzvorführungen, Sportveranstaltungen, Jahrmärkte, Messen, Volksfeste, weingastronomische Veranstaltungen, historische Feiern, internationale Salons, Konzerte, themengebundene Ausstellungen…. und noch viel mehr. Dies sind die Angebote des reichhaltigen Veranstaltungskalenders, den Piemonte Jahr für Jahr bietet.

 

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I Murazzi - Torino

Trendlokale, Clubs und Lokale für Live-Konzerte beherbergen die Movida der jungen Leute. Jeden Abend kann das Volk der Nachtfalter unter den zahlreichen Lokalen wählen, die auf dem ganzen Regionalgebiet anzutreffen sind, um dort den Abend zu verbringen. Zu den „Cult“- Plätzen in Torino gehören das “Quadrilatero romano”, ein historisches Viertel mit antiker Faszination, das heute von kleinen Lokalen, Kunstgalerien, Weinlokalen, Restaurants, bis spät geöffneten Boutiquen überflutet ist, die Stadtviertel Borgo Dora, San Salvario und Murazzi – die Arkaden entlang dem Fluss Po, wo einst die Boote untergebracht wurden. In der Sommerzeit blühen dort Dutzende von Lokalen auf, wo man trinken, tanzen oder Clips ansehen kann, und wo man Dj-Sets am Fluss improvisiert.

 


Caffè Mulassano
Mulassano - Torino

Grüne Hügel und sanfte Weinberge, Städte der Kunst und historische Lokale sind die Merkmale der italienischen Landschaft. Insbesondere in Piemonte zeugt die Tradition der historischen Lokale noch heute vielerorts von dem ganz besonderen Understatement, das diese Region und ihre Bewohner charakterisiert. Wer nach Piemonte kommt, kann wie bei einem Gesellschaftsspiel die Route der historischen Lokale abstecken, die es in den verschiedenen Städten zu besuchen gilt. Diese “Stätten der Vergangenheit”, die lange Jahre auch Kulturzentren waren, bildeten “die gute Stube” der Kunst, waren aber auch die Orte, wo politische Ideen und ziviles Engagement Form annahmen. Bei einer Tasse heißer Schokolade oder einem Gläschen Vermouth trafen sich die Intellektuellen und die bedeutendsten Persönlichkeiten der Politik von Piemonte und ganz Italien. Nach der Verweigerung des österreichischen Ultimatums und Verlesung der stolzen Kriegserklärung erklärte Camillo Benso Conte di Cavour: “Heute haben wir ein Stück Geschichte geschrieben… jetzt gehen wir essen“. Alle Abgeordneten und Minister des Königreichs Italien, die im Palazzo Carignano versammelt waren, waren sich darin einig, diese wichtige Entscheidung an den Tischen des Cambio zu besiegeln, dem berühmten Restaurant in Piazza Carignano, das 2007 in Torino den zweihundertfünfzigsten Jahrestags seines Bestehens feiern konnte.
Neben dem Cambio rühmt sich die Stadt der Mole Antonelliana auch zahlreicher Geschäfte mit antiker Atmosphäre, wie beispielsweise das Caffé Baratti & Milano, in dessen Geschichte die ganze Entwicklung der Stadt vom Ende des 19. bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zusammenfließt, oder die Apotheke Algostino De Michelis in Piazza Vittorio Veneto, deren Eröffnung auf das Jahr 1825 zurück geht, oder auch die Konditorei Stratta in Piazza San Carlo, die Renzo Arbore so liebt, der ein leidenschaftlicher Sammler von Schachteln voller bunter Zuckerbonbons ist.
Aber echte Bruchstücke italienischer Geschichte lassen sich fast überall finden. Man denke nur an das Caffè Converso in Bra, die antike, 1838 gegründete Konfiserie, die Umberto di Savoia frequentierte, später aber auch ein Kreis von Schriftstellern, zu denen Giovanni Arpino und Beppe Fenoglio gehörten. Oder das 1881 eingeweihte Caffè Barbero im reinsten Jugendstil, das Caffé Calissano im Herzen von Alba am Domplatz, an dem sich sowohl Cesare Pavese als auch der Maler und Apotheker Pinot Gallizio tummelten. Unter den Lauben von Cuneo befindet sich in der Nähe des Teatro Toselli das Caffè Bruno, das auf Wusch der Schweizer Raiter entstand, eines der wenigen Lokale, das auch arme Leute frequentierten, da sie hier die zerbröckelten „Paste di meliga“ (aus Maismehl hergestellte Kekse) billiger bekamen.

Manichino di un centro commerciale

Wenn man die Gewohnheiten, den Geschmack und die Bedürfnisse einer Einwohnerschaft kennen möchte, muss man die Orte kennen, wo die Menschen Shopping machen. In Piemont Einkäufe zu machen bedeutet, einen der 45 Wochenmärkte zu besuchen, auf den Antiquitätenmärkten nach Kuriositäten und Einzelstücken zu suchen, wie beispielsweise auf dem geschichtsträchigen Balon in Turin, den die Schriftsteller Fruttero und Lucentini in ihrem Roman La donna della domenica ins Gedächtnis rufen, oder auf dem Markt von Cherasco. Man muss ein gutes Auge und auch Zeit haben, um auf den Verkauftischen bizarre und zuweilen einzigartige Stücke ausfindig zu machen. Weihnachtsschmuck kann man hingegen auf den Weihnachtsmärkten kaufen.
Die Märkte stellen aber nur einen Teil des komplexen Handelssystems des Piemont dar. Zu nennen sind da die traditionsreichen Werkstätten wie die der Goldschmiede von Valenza Po, der Tischlermeister von Saluzzo und der Keramiker von Mondound von Castellamonte, oder auch die Küchenchefs. Die Region Piemont zeichnet die Tätigkeit einiger dieser Werkstätten mit dem Gütezeichen der Handwerkskunst aus. Ein anderer Anziehungspunkt für die Liebhaber des Shoppings sind die Outlet village, die moderne Form der Betriebsverkaufsstellen. Das erste Outlet Italiens wurde in Serravalle in der Provinz Alessandria eröffnet, worauf Hunderte in ganz Italien folgten. Vergessen darf man natürlich nicht die Einkaufszentren, wo man den Einkauf damit verknüpfen kann, herumzuspazieren, einen Kaffee zu trinken, Musik zu hören und vielleicht sogar ins Kino zu gehen.

Piemonte herausragende handwerkskunst

 

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In dieser Sektion werden die Handwerksbetriebe vorgestellt, die sich durch professionelle typische oder innovative handwerkliche Verarbeitungen ausgezeichnet haben und dafür das Kennzeichen "Piemonte Eccellenza Artigiana" (Piemonte, herausragende Handwerkskunst) erhalten haben.
 

Es handelt sich dabei um eine Anerkennung, die von der Regionalverwaltung in Zusammenarbeit mit den Handwerker- Berufsverbänden und mit dem Regionalausschuss für Handwerk eingeführt wurde, der im Lauf der Jahre die Spitzenunternehmen festgestellt hat, die sich im Bereich der Holverarbeitung, Holz- Restaurierung, Goldschmiedekunst, Kunstdruck, Buchbinderei und Restaurierung, Textilien und Bekleidung, Stickerei, Glasverarbeitung, Musikinstrumente, Metall, weiteren kunsthandwerklichen Tätigkeiten, sowie in den verschiedenen Sektoren des Nahrungsmittelbereichs hervorgetan haben, wie beispielsweise Konditorei, Schokoladeherstellung, Spirituosen, Käseherstellung, Frischnudeln, Gastronomie und Glaskonserven, Bäckerei und Wurstwaren.

 

Die vorliegende liste wird noch vervollständigt.

Zuletzt aktualisiert am 28/07/2015

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